•  Ebstorf
 Machbarkeitsstudie Breitband vorgestellt

Breitbandversorgung im Landkreis Uelzen

Am 24.11.2009 wurde den Gemeindevertretern von Städten und Gemeinden aus dem Landkreis Uelzen die Machbarkeitstudie für die Breitbandversorgung von dem beauftragten Ingenieurbüro IuK•Consult aus Bad Sachsa vorgestellt. Sie baut auf den Ergebnissen der Haushaltsbefragung aus dem Jahr 2008 auf.

Vor den Gemeindevertretern beschrieb Dipl. Ing. Andreas Köther zunächst den Ist-Zustand. Demnach ist in etlichen Dörfern nach wie vor eine komfortable Internet-Nutzung nicht oder nur eingeschränkt möglich. Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte ist es für Anbieter offensichtlich nicht wirtschaftlich gewesen, diese Orte mit einem ausreichenden DSL-Ausbau zu versorgen. Insgesamt sind 104 Orte und Ortsteile von insgesamt 235 im Landkreis Uelzen nicht ausreichend mit Breitbandanschlüssen versorgt.

In der Ergebnispräsentation zu der von der Kreisverwaltung in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie setzt IuK•Consult auf den Breitbandausbau über Glasfaserversorgungsleitungen zwischen den Hauptverteilern und Kabelverzweigern in den Ortsteilen. Mit der zusätzlichen technischen Umrüstung auf eine aktive Versorgung der Kabelverzweiger (Outdoor-DSLAM) rückt dann die höhere Bandbreite näher an die unterversorgten Haushalte heran. Die Versorgung mit mindestens 1 MBit/s je Breitbandanschluss gemäß den Vorgaben der Förderrichtlinie wäre hiermit gewährleistet. Hierfür sind Investitionen in Höhe von gut 10 Millionen Euro notwendig.

Zuschüsse aus verschiedenen Breitband-Förderprogrammen des Landes sollen dabei helfen, das Projekt zu realisieren.

Die weiteren Schritte orientieren sich deshalb an den zur Verfügung stehenden Fördermitteln:

Im Rahmen des HeideClusters werden im Landkreis Uelzen mindestens zwei von insgesamt zehn weißen Flecken erschlossen werden. Die Entscheidung des Landes Niedersachsen, welche weiße Flecken gefördert werden, wird für Februar 2010 erwartet.

Daneben gibt es die Möglichkeit, Fördermittel für ortsbezogene oder gemeinde-grenzenübergreifende Lösungen zu beantragen.

Landrat Dr. Elster zeigt sich erfreut, dass es jetzt konkrete Vorschläge für die Erschließung jedes Ortes gibt und somit die Grundlagen für mögliche Förderanträge geschaffen wurde.

Nachdem die Bürgermeister die Machbarkeitsstudie im Detail analysiert haben und die Ergebnisse der Heideclusterausschreibung bekannt gegeben ist, müssen die Gemeinden entscheiden, ob sie kurz- bzw. mittelfristig die Breitbandversorgung für die Unternehmen und die Bevölkerung verbessern wollen, welche Maßnahmen sie ergreifen und welche finanziellen Mittel sie hierfür zur Verfügung stellen können.



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