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 Wald e mar heizt mit Fernwärme

Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf
Samtgemeindebürgermeister

Torsten Wendt
 
E-Mail:  wendt@ebstorf.de


Am 15.01.2010 war es endlich soweit. Nach einer mehrjährigen Verhandlungs-, Planungs- und Bauphase konnten Vertreter der Biogas Altenebstorf GmbH & Co KG im Beisein von einigen Ratsmitgliedern des Samtgemeinderates offiziell die Fernwärmelieferung für das Wald e mar in Betrieb nehmen.

Die in der Biogasanlage in Altenebstorf erzeugte Wärmeenergie wurde in der Vergangenheit einfach "... in die Luft geblasen", wie der Pressesprecher der Landwirte der Biogas, Herr Schulte ausführte. Verschiedene Überlegungen führten insbesondere durch die Beharrlichkeit von Matthias Bunge, ebenfalls ein Landwirt in Altenebtsorf und Geschäftsführer der Biogas, letztlich zum Erfolg. Über eine ca. 3,8 km lange Fernwärmeleitung mit modernster Isolierung fließt nun warmes Wasser zum Bad und wird dort an einer Übergabestation abgenommen. Noch in 2010 ist geplant, die Mauritius-Grundschule und den Kindergarten Ebstorf mit dem MGH in das Fernwärmeleitungsnetz einzubinden.

Über diese Form der Energieversorgung konnten sich die Anwesenden mit Samtgemeindebürgermeister Wendt freuen. Durch die bisherige Nutzung von Heizöl als teilweise sehr teure Energie, hat es in etwa einen durchschnittlichen Verbruach von 20.000 Litern pro Monat gegeben. Derzeit liegt der Heizölpreis bei ca. 60 € pro 100 l, er lag aber schon einmal deutlich höher. Für die Samtgemeinde ist die Finanzierung des Bades mit hohen Energiekosten kein Zuckerschlecken sondern ein teuer erkauftes Infrastrukturangebot. Durch die Vereinbarung mit den Landwirten der Biogas Altenebstorf können die Energiekosten in Abhängigkeit vom jeweiligen Marktwert von Heizöl schätzungsweise um 30.000 bis 50.000 Euro pro Jahr gesenkt werden. Bei einem derzeitigen Zuschussbedarf von insgesamt jährlichen ca.  400.000 Euro immerhin eine nennenswerte Einsparung.

Abgesehen davon fließt das Geld für die Energie nun in die Kasse von ortsansässigen Landwirten statt in die Kassen von Ölscheichs. Damit findet die Wertschöpfung vor Ort statt und verbleibt auch hier, was zu einer Stärkung der örtlichen Wirtschaftskraft beiträgt.

Wer also im Wald e mar die Sauna oder den attraktiven Badebereich nutzt kann zusätzlich ein gutes Gefühl dabei haben. Die angenehme Wärme stammt aus einer erneuerbaren Energiequelle.



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